Präventionskurse

Das zentrale Prinzip des Präventionskurses zielt auf dem Grundsatz: „Hilfe zur Selbsthilfe“ (Pfeifer 2004, Bengel und Herwig 2003, Kempf 1990, WHO 1986).

Pilates

Das Bewusstsein für Bewegung ist eng mit einer gesunden Lebensführung verknüpft. Pilates trägt wesentlich zur Förderung von Gesundheit, Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit bei. Das Pilates-Mattentraining ist ein ganzheitliches Workout, das den gesamten Körper kräftigt. Es fördert nicht nur die körperliche Fitness, sondern auch den Spaß an der Bewegung und bietet zahlreiche Anregungen für das Krafttraining zu Hause. Während der Kurseinheiten werden die Übungen so ausgewählt und angeordnet, dass ein fließender Übergang von einer Bewegung zur nächsten gewährleistet ist. Dies ermöglicht ein harmonisches Krafttrainingserlebnis. Die Teilnehmer/innen werden systematisch in die Pilates-Terminologie und die korrekten Übungsanweisungen eingeführt. Im Fokus der Basisübungen steht der Aufbau von Rumpfstabilität durch gezielte Kräftigung, was zur Verbesserung der Wirbelsäulenfunktion beiträgt.

Yogilates

Der Kurs verbindet Elemente aus dem Yoga mit Pilatesübungen. Kraftausdauer, Dehnung, Balance und verschiedene Atemtechniken werden miteinander kombiniert. Der Körper wird ganzheitlich und facettenreich angesprochen, gefördert und bewegt.

Wirbelsäulengymnastik

Die Mitte des Rumpfes (englisch Core) ist die natürliche Kraftzentrale in der Körpermitte. Seine Funktionen sind sehr vielseitig: bei allen Bewegungen im Alltag stabilisiert das Core die Wirbelsäule, richtet den Rumpf auf und schützt die innenliegenden Organe. Ein mehrschichtiges, komplex aufeinander liegendes Muskelsystem im Bereich des Bauches, des Rückens und der Hüfte sorgt für diese Multifunktionalität. Im Zuge der stetig zunehmenden Rückenprobleme in der Bevölkerung und zusätzlich wachsender Wertschätzung der eigenen Gesundheit hat sich die Wirbelsäulengymnastik oder auch das Core-Training längst als festes Element in der Prävention bewährt. Der Kräftigung und Stabilisierung der Rumpf- und dessen umliegender Muskulatur kommt demnach eine wichtige präventive Aufgabe zu. Präventiv können mit aktiv eingesetzter Wirbelsäulengymnastik auftretende Probleme, wie fehlende Rumpfstabilisation, Rückenschmerzen, Verspannungen und Kopfschmerzen, verhindert werden.

Beckenboden

Der Beckenboden schließt den Körper mit seinen aktiven und passiven Strukturen nach unten sowie außen ab. Er ist die natürliche Kraftzentrale in der Körpermitte. Seine Funktion ist sehr vielseitig: Heben, Tragen, Öffnen, Schließen, Stabilisieren. Auftretende Probleme bei seiner Funktion können mit aktiv eingesetztem Beckenbodentraining verhindert werden. Es kommt beim Training entscheidend darauf an, ein Gefühl für die Muskeln des Beckenbodens zu entwickeln und die richtigen Muskelgruppen zu erspüren. Absicht des Kurses ist es, die Teilnehmer dazu zu befähigen, selbständig Übungen aus dem Beckenbodentraining im präventiven Bereich durchzuführen. Hierzu wird umfangreiches anatomisches, methodisches und medizinisches Hintergrundwissen vermittelt. Im Rahmen der in den Kursablauf integrierten praktischen Übungen, wird zudem die Wahrnehmung der Teilnehmer für ihren eigenen Beckenboden geschult und Übungseinheiten erarbeitet, die in den Alltag integriert werden sollen.

Herz- Kreislauf- Training (Ausdauer)

Das Kursprogramm ist ein Grundkurs für erwachsene Neu- oder Wiedereinsteiger, die noch nie bzw. lange nicht mehr sportlich aktiv waren (vor allem nicht im Bereich des Ausdauer- und Herz-Kreislauf- Trainings) und die nun ein Programm zur Gesundheitsförderung suchen, das ihre Ausdauerleistungsfähigkeit verbessert und dadurch Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems vorbeugt. Kern des Programms ist die individuell dosierte, ausdauerorientierte Schulung des Bewegungsverhaltens (Ausdauertraining durch gehen, walken und laufen). Denn regelmäßige körperliche Aktivität trägt zum Wohlbefinden und zur Aufrechterhaltung von Gesundheit bei. Eine ausreichende körperliche Belastung ist zentral für den Erhalt der körperlichen Funktionsfähigkeit. Die Teilnehmer lernen deshalb, wie man körperliches Training plant, strukturiert und regelmäßig wiederholt. Um damit die eigene körperliche Fitness langfristig und nachhaltig zu verbessern.

Sturzprophylaxe

Das Altern des Körpers ist ein natürlicher Vorgang, der dazugehört. Das Zusammenspiel von Körperteilen und Körpersystemen funktioniert nicht mehr fehlerfrei. Die Vermeidung sturzbedingter Schädigungen ist für die Gesundheit im Alter von erheblicher Bedeutung. Neben den Verletzungen durch den Sturz ist die Angst vor Stürzen für den Senior nicht unerheblich. Durch eine gezielte Verbesserung der individuellen gesundheitlichen Situation der Teilnehmer (Abbau von Bewegungsmangel, Förderung physischer und psychosozialer Ressourcen, Vermittlung von gesundheitsgerechtem Bewegungsverhalten) sollen sie weiter selbstständig steh- und gehfähig bleiben. Dazu gehören die gezielte Schulung der koordinativen Fähigkeiten, der Ausdauer- und Kraftfähigkeiten, wie die Vermittlung von Wissen zur Prävention von Stürzen im Alltag. Eine individuelle Belastungsdosierung ist unabdingbar für ein präventives Training.